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Ein Leben mit Corona


Während die Corona-Pandemie die Menschheit weltweit in Atem hält, geschieht in vielen Ländern gleichzeitig etwas ganz Besonderes. Die Luftqualität verbessert sich. Flüsse werden klarer. Meeresbewohner wagen sich wieder an Küsten heran. Was für den Mensch ein wahrgewordener Horror ist, bedeutet Mutter Natur und ihren Kindern in erster Linie ein erleichtertes Aufatmen.

 

Natürlich wurden wir mit Ausbruch eines neuartigen Virus, global gesehen, vor eine neue und auch beängstigende Situation gestellt. Die momentane Zeit ist für viele mit gravierenden wirtschaftlichen Einbußen, privaten Einschränkungen und leider auch etlichen schmerzhaften Verlusten verbunden.

 

Abgesehen davon, dass Verschwörungstheoretiker gegenwärtig eine neue Hochkonjunktur erleben, drängt sich mir immer wieder die Frage auf, ob wir aus diesem Ereignis langfristig etwas lernen. Wird sich der Mensch wieder darauf besinnen, was im Leben wirklich wichtig ist? Erkennt der Homo sapiens, als dem Wortlaut nach ‚weiser, gescheiter, kluger, vernünftiger Mensch‘, nun endlich die Verantwortung, welcher er für diesen Planeten trägt?

 

Werden wir uns nach jahrzehntelanger Klimadebatten tatsächlich bewusst, welchen maßgeblichen Einfluss wir auf unsere Umwelt nehmen? Gerade jetzt, wo uns dies in aller Deutlichkeit aufgezeigt wird? Oder fallen wir erneut in jenen Tiefschlaf, in dem wir uns schon seit so langer Zeit befinden, nur um dem Raubbau der Erde gedankenlos weiter zu frönen.

 

Eines ist gewiss. Es wird ein Leben nach Corona geben. Doch wie dieses Leben beschaffen sein wird, liegt an jedem Einzelnen von uns. Wir können diese Krise als Chance annehmen. Oder weiterhin mit geschlossenen Augen durchs Leben gehen.

 

Wofür entscheidest du dich?